Fragen und Antworten

Uro-Lexikon

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu unserer Praxis und unseren Leistungen.

Das Prostatakarzinom ist neben dem Lungenkrebs der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Im Gegensatz zu vielen anderen bösartigen Erkrankungen nehmen gut differenzierte Prostatakarzinome oft auch ohne Behandlung einen über viele Jahre günstigen Verlauf. Da überwiegend ältere Patienten von diesem Tumor betroffen sind, ist eine Operation oder Strahlentherapie nicht in jedem Fall erforderlich. Jedoch können aggressive, feingeweblich schlecht differenzierte Prostatakarzinome innerhalb von kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

Kooperation ist wichtig und um für jeden Patienten mit der Diagnose Prostatakrebs eine individuell beste Behandlung zu finden, arbeiten wir eng zusammen mit dem Prostatakarzinomzentrum im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau und dem Krukenberg Krebszentrum Halle (KKH) der Universitätsklinik Halle.

Fälle werden interdiziplinär in der Tumorkonferenz vorgestellt. Hier kommen Operateure, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Palliativ-Medziner zusammen und besprechen die einzelnen Patienten.

Die Vorsorge ist so wichtig, um Tumorerkrankungen so früh wie möglich zu erkennen zu behandeln, bevor die Erkrankung ausbricht.


 Bau und Funktion der Prostata
Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt am übergang von der Blase in die Harnröhre oberhalb des willkürlichen Blasenschließmuskels. Sie besteht aus mehreren Dutzend Drüsenläppchen. Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit und entleert diese beim Samenerguß in die Harnröhre. Ein wichtiges Produkt der Prostata ist das prostataspezifische Antigen (PSA), das in hoher Konzentration in der Samenflüssigkeit gefunden wird. Ein kleiner Teil dieses Eiweißes läßt sich auch im Blut nachweisen und ist bei Patienten mit einem Prostatakarzinom erhöht. Das PSA spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Früherkennung dieser Erkrankung.
Prostatakarzinome entstehen meistens in der äußeren Region der Drüse, die vom Enddarm aus einer Tastuntersuchung zugänglich ist. Tumorverdächtig sind verhärtete Knoten. Sehr eng benachbart zur Prostata verlaufen die Nervenbahnen, die die Erektion des männlichen Gliedes steuern. Prostatakarzinome neigen dazu, entlang dieser Nervenfasern aus der Drüse hinauszuwachsen.

 Was ist ein Prostatakarzinom?
Beim Prostatakarzinom handelt es sich um eine bösartige Neubildung des Prostatadrüsengewebes. Da das Prostatagewebe von den männlichen Geschlechtshormonen gesteuert wird, sind Prostatakarzinome durch einen Entzug dieser Hormone vorübergehend zur Rückbildung zu bringen. Unbehandelt breitet sich das Karzinom über Lymphgefäße in die umliegenden Lymphknoten und über die Blutbahn vor allem in das Skelett aus. Dort bilden sich Tochtergeschwülste, die das blutbildende Knochenmark verdrängen und zu spontanen Knochenbrüchen führen können.

 Ist das Prostatakarzinom heilbar?
Entscheidend für die Heilung eines Prostatakarzinom ist die frühe Erkennung und vollständige Entfernung (durch die radikale Prostatektomie) oder Vernichtung (durch Strahlentherapie) des Tumors. Wenn der Tumor nur innerhalb der die Prostata umhüllenden Kapsel nachweisbar ist, so liegt die Heilungswahrscheinlichkeit bei etwa 90 %, hat der Tumor die Kapsel durchbrochen, bei etwa 50 %. Liegen Absiedlungen (Metastasen) in den Lymphknoten oder anderen Organen vor, so ist der Tumor nicht mehr heilbar. Dennoch läßt sich durch moderne Formen der Hormonbehandlung der Tumor oft noch mehrere Jahre am Wachstum hindern.

 Die Diagnostik des Prostatakarzinoms
Erforderlich ist eine frühzeitige Erkennung des Karzinoms vor Auftreten von Symptomen, da diese praktisch immer ein fortgeschrittenes Stadium anzeigen. Bei der Früherkennungsuntersuchung, die in Deutschland ab dem 45. Lebensjahr von den Krankenkassen bisher bezahlt wird, ist nur die Untersuchung der Prostata durch den Enddarm enthalten. Als das bessere Verfahren zur Früherkennung des Prostatakarzinoms hat sich jedoch die Bestimmung des PSA im Blut erwiesen. Bei Auffälligkeiten wird eine Gewebeprobe entnommen, dabei dient eine Ultraschalldarstellung der Prostata durch den Enddarm dem Urologen als Orientierung. Wird ein Karzinom diagnostiziert, so erfolgt zur Suche nach Absiedlungen eine Darstellung der Knochen mittels Skelettszintigraphie. Auf diese Untersuchung kann bei nur gering erhöhtem PSA evtl. verzichtet werden.

 Therapie des auf die Prostata beschränkten Karzinoms
Eine auf Heilung ausgerichtete Therapie ist in der Regel zu empfehlen, wenn die Lebenserwartung bei mindestens 10 Jahren liegt. Die Standardtherapie im Früstadium ist die Entfernung der Prostata mit beidseitigem Nerverhalt. Bei einem PSA über 10ng/ml wird in der Regel ein größerer Sicherheitsabstand gewählt ohne Nerverhalt und mit teilweiser Ausräumung der Lymphknoten im Becken. Die Operation kann über einen Schnitt unterhalb des Nabels oder am Damm zwischen Hodensack und Darmausgang beziehungsweise über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie)erfolgen. Als eine Variante der Laparoskopie gibt es die robotergestütze Laparoskopie.

Daneben besteht auch die Möglichkeit einer Strahlenbehandlung entweder von außen oder durch dauerhafte Einbringung radioaktiver Metallkapseln in das erkrankte Organ (Brachytherapie). Letztere Behandlung ist jedoch als alleinige Therapie bei aggressiven und großen Tumoren nicht zu empfehlen. Bei älteren Patienten und wenig aggressiven (gut differenzierte, dem normalen Prostatagewebe ähnliche) Prostatakarzinomen ist auch ein zunächst abwartendes Vorgehen möglich, eine Therapie wird erst bei Zeichen eines fortschreitenden Tumorwachstums eingeleitet. Hierfür werden wiederholt der PSA-Wert kontrolliert und Prostatabiopsien durchgeführt (aktive survaillance).

Nebenwirkungen der Behandlung
Die typischen und von den Patienten gefürchteten Nebenwirkungen (Verlust der sexuellen Potenz und Harninkontinenz) sind durch die engen räumlichen Beziehungen der Prostata zu den verantwortlichen Nerven beziehungsweise dem willkürlichen Schließmuskel begründet. Die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie liegt unter 7%. Die Erhaltung der Potenz ist möglich, wenn der Tumor rechtzeitig erkannt wurde und keine Gefahr besteht, durch Schonung der Nerven Tumorgewebe zurückzulassen. Durch den Erhalt der Nerven kann auch die Kontinenzrate deutlich gebessert werden, d.h. deutlich weniger Patienten leiden nach der OP unter Urinverlust.
Die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie in Bezug auf Auftreten von Inkontinenz oder Impotenzsind ähnlich, treten nur zeitlich verzögert auf. So leiden kurz nach der Operation viele Patienten unter Einnässen. Nach der AHB sind nur noch wenige Patienten nicht trocken und nach einem Jahr sind es noch ca. 5-7%. Nach der Stahlentherapietreten Impotenz und Inkontinenz erste nach Monaten auf und nach einem Jahr sind ebenso ca. 5% inkontinent.

Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Obwohl bei Ausbreitung des Tumors in umliegende Organe oder bei Vorliegen von Tochtergeschwülsten in den Lymphnoten oder anderen Organen eine Heilung nicht mehr möglich ist, dauert es meist Jahre bis zum Auftreten lebensbedrohlicher tumorbedingter Symptome. Die Behandlung besteht dann in einer Hormontherapie, das heißt in einem Entzug männlicher Geschlechtshormone durch Entfernung des Hodengewebes oder eine gleichwertige medikamentöse Behandlung. Zusätzlich oder auch als alleinige Behandlung können Gegenspieler der männlichen Geschlechtshormone (Antiandrogene) zugeführt werden. Die alleinige Therapie mit Antiandrogenen ermöglicht es bei einigen Patienten, den durch den Hormonentzug ansonsten unvermeidlichen Verlust der sexuellen Aktivität zu vermeiden.
Wirkt die alleinige Entfernung des männlichen Hormons nicht mehr und kommt es unter Therapie zu einem Anstieg des PSA kann eine Chemotherapie die Erkrankung einige Zeit aufhalten und das PSA senken. Hierfür gibt es mehrere klassische Medikamente die als Infusion veranbreicht werden und sogenannte gezielt wirkende Medikamente in Tablettenform.
Liegen Absiedlungen in den Knochen vor, so kann bei lokalisierten Schmerzen eine lokale Strahlentherapie Linderung bringen.Um einen Umbau der Knochen zu verhindern bzw. zurückzubilden,wird eine Therapie mit einem Bisphosphonat (Zoledronsäure alle 4 Wochen i.v.)in Verbindung mit Calcium und Vitamin D durchgeführt.

 Nachsorge nach Behandlung des Prostatakarzinoms:
Wurde die tumorbefallene Prostata operativ entfernt, sollte der PSA-Wert auf Null abfallen. Eine weiterbestehende oder erneute Nachweisbarkeit des PSA weist auf Tumorgewebe hin. Eine regelmäßige Bestimmung des PSA-Wertes ist daher zunächst als Nachsorgeuntersuchung ausreichend. Nach der Strahlentherapiewird ein PSA-Wert < 1 ng/ml erwartet. Ein Wiederanstieg des PSA-Wertes als Zeichen erneuten Tumorwachstums nach radikaler Prostatektomie bedeutet nicht, daß mit einem raschen Fortschreiten der Tumorerkrankung zu rechnen ist. Abgesehen von einer Minderzahl besonders aggressiver Tumoren dauert es noch Jahre, bis der Tumor auch klinische Symptome hervorruft. Auch ohne Heilungsabsicht (nicht-kurativ) behandelte Karzinome werden durch Bestimmung des PSA-Wertes überwacht. Je weiter dieser Wert unter einer Hormontherapie absinkt, um so größer ist deren langfristige Wirksamkeit.

Die Andrologie (von altgr. ἀνήρ, Gen. ἀνδρός = „Mann“, λόγος = „Lehre“, also etwa „Männerkunde“) ist ein Spezialgebiet der Medizin, das sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen befasst. Somit ist die Andrologie die männliche Entsprechung der Gynäkologie.

Erektionsstörung („Impotenz“)

Hormonmangel des alternden Mannes

Testosteronmangel als Diabetes-Vorbote

Der unerfüllte Kinderwunsch

Penisverkrümmung

Benigne Prostatahperplasie (BPH) bedeutet "gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse".

Die Prostata ist die häufigste Ursache der männlichen Blasenentleerungsstörung im Alter.
50% aller Männer über 60 Jahre haben eine vergrößerte Prostata. Aber nicht die Vergrößerung ist die Krankheit, meist ist eher die Wucherung der Prostata in die Blase hinein die Ursache von Beschwerden. Im angloamerikanischen Sprachraum redet man daher von LUTS, dem "lower urinary tract syndrom". Ca. 20% aller Männer über 60 Jahren leiden unter den entsprechenden Symptomen.

Die gleichen oder ähnliche Beschwerden beim Wasserlassen können aber auch durch eine Störung der Nerven die den Schließmuskel (Sphinkter) und den Blasenmuskel (Detrusor) steuern verursacht werden. In der Regel kommt das durch Einklemmen von Nerven in der Wirbelsäule.

Symptome:

Der betroffene Patient muß häufiger Wasser lassen, der Harnstrahl ist abgeschwächt, es besteht das Gefühl, daß die Blase nicht gänzlich entleert werden kann. Die Patienten leiden auch unter häufigem nächtlichen Wasserlassen. Auch der plötzlich einschiessende Harndrang, bei dem unter Umständen auch einige Tropfen Urin verloren werden, kann zur Symptomatik der Blasenentleerungsstörung gehören. In einigen Fällen ist die Verschlechterung der Blasenentleerung ein schleichender Prozeß und wird vom Patienten lange Zeit nicht bewusst wahrgenommen, bzw. der Harnstrahl kann trotz hohem Blasenauslaßwiderstand aufgrund einer massiven Drucksteigerung in der Blase relativ normal sein. Dieser Hochdruck kann die Blase so sehr schädigen, daß diese sich auch nach einer Behandlung nicht immer erholen kann.

Zur eigenen überprüfung dient ein spezieller Fragebogen (IPSS), bei dem zu verschiedenen Fragen Punktwerte vergeben werden. Die Summation der Punkte ergibt einen Score, der das Ausmaß der Erkrankung und eine eventuell bestehende Therapienotwendigkeit anzeigt. Insbesondere ist in diesem Fragebogen auch die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Symptome berücksichtigt.

Rückenbeschwerden können ein Hinweis sein für eine nervliche Ursache der Beschwerden.

Diagnostik:

- Anamnese bzw. Fragebogen zur Erfassung der Symptome,
- körperliche Untersuchung mit digital-rektaler Untersuchung,
- Bestimmung des PSA-Wertes zum Ausschluß einer bösartigen Prostataveränderung
- Ultraschall zur Bestimmung der Blasenbeschaffenheit (Blasenwanddicke, Aussackungen, Restharn) und Prostatagröße,
- Blasenspiegelung zum Ausschluß einer Harnröhrenenge, exakten Beurteilung der Blasenwand und Abflußbehinderung durch die Prostata,
- Harnstrahlmessung (Uroflow) und anschliessender
- Bestimmung des Restharns in der Blase mittels Ultraschall.

In wenigen Fällen kann eine Blasendruckmessung (Urodynamik) erforderlich sein, um die Ursache oder den Ausmaß der BES exakt zu bestimmen

Therapie:
Bei geringen Beschwerden des Patienten ( IPSS< 7 Punkte) ist eine Therapie im allgemeinen nicht erforderlich.
Bei den meisten Patienten kann zunächst eine konservative Therapie durchgeführt werden.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Beschwerden und ist individuell anzupassen.

Eine Hochdruckblase, sei sie durch eine Vergrößerung der Prostata oder eine überfunktion des Schließmuskels verursacht, wird durch sogenannte Spasmolytika behandelt.

Eine überfunktion des Schließmuskels kann in vielen Fällen zusätzlich mit Baclofen behandelt werden.

Behandlung der BPH:
Im deutschsprachigen Raum sind eine Vielzahl von pflanzlichen Präparaten zur Behandlung der Prostatabeschwerden auf dem Markt und werden zum Teil intensiv beworben: die Wirkstoffe sind Sägepalmenfrüchte (Sabal serrulata), Brennnesselwurzeln (Urtica urens), Kürbissamen (Cucurbita pepo), Roggenpollenextrakt (Secale cereale) oder Phytosterolpräparate/ß-Sitosterol (Hypoxis rooperi)).
Die Wirkungsweisen dieser Phytotherapeutika sind nach wie vor noch nicht eindeutig geklärt. Es wird eine östrogenartige Wirkung der Pflanzenstoffe (Phytoestrogen) diskutiert. Die Medikamente sind im klinischen Einsatz, ihre objektive Wirkung ist bislang aber in keiner adäquaten klinischen Studie nachgewiesen worden. Gleichwohl scheinen diese Medikamente subjektiv die Beschwerden für viele Patienten zu lindern. Im angloamerikanischen Raum haben diese Präparate keine Bedeutung.

• Alpha-Blocker
Die Alpha-Blocker sind Medikamente, die die Muskelzellen am Blasenhals und in der Prostata entspannen, somit den Auslasswiderstand der Blase erniedrigen und ein vereinfachtes Wasserlassen ermöglichen. Die Wirkung auf eine Verbesserung des Harnfluß (+5ml/s), des Restharn (-20-30%) und des Symtomscore (IPSS) (-35%) wurde in Studien bewiesen.
Auch bei Frauen scheinen die alpha-Blocker bei entsprechender Klinik eine Wirkung zu haben (z.B. neurogene BES). Die meisten Alpha-Blocker sind inzwischen als Generika erhältlich. Allerdings haben einige Alpha-Blocker die Nebenwirkung einer Blutdrucksenkung. Tamsulosin wirkt wesentlich spezifischer an den Alpha 1a Rezeptoren am Blasenhals, so daß hierbei die Wirkung auf den Blutdruck besonders gering ist. Allerding muß Tamsulosin lange vor einer Katarakt-OP abgesetzt werden!

Seitdem die alpha-Blocker als Generika kostengünstig geworden sind, zum Teil ohne Zuzahlung, und Phytopräparate vom Patienten selbst zu bezahlen aber frei verkäuflich sind, werden Sie fast nur noch von Patienten zur Selbstmedikation gekauft.

• 5-Alpha-Reduktasehemmer
5-Alpha-Reduktasehemmer (Finasterid und Dutasterid) sind Medikamente, die den Stoffwechsel der Prostata beeinflussen. Durch eine Hemmung im Testosteronstoffwechsel kommt es bei größeren Drüsen (>60ml) zu einer echten Volumenreduktion und somit einer verbesserten Miktion. Die Wirkung tritt aber erst nach einigen Wochen bis Monaten ein. Als unangenehme Nebenwirkung kann eine Verminderung der Lust und Potenz auftreten.
Von manchen Autoren wird eine schützende Wirkung vor dem Prostatakarzinom beschrieben. Diese These ist inzwischen in Studien widerlegt worden.

Operative Therapieverfahren:

Eine Operation ist nur selten erforderlich und ist notwendig bei: wiederholten Harnsperren, Restharn, ggf. mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion, wiederkehrenden Harnwegsinfekten, Steinen in der Harnblase oder erheblichen Veränderungen in der Blasenwand (Hochdruckblase).

Bei der operativen Therapie unterscheidet man zwischen Verfahren, die direkt Gewebe abtragen und somit eine sofortige Erleichterung beim Wasserlassen bringen und sogenannte Alternativ-Verfahren.

Die häufigste und übliche Therapieform stellt die Ausschälung der Prostata mit elektrischem Strom durch die Harnröhre dar (transurethrale Resektion der Prostata, TUR-P). Dieses Verfahren gilt als der Standard der operativen Therapie und kann durch mich im Krankenhaus (stationär) durchgeführt werden. Nachteilig ist die mögliche Blutung, deren Risiko aber durch eine neue Hochfrequenz-Technologie (Dry-Cut) minimiert werden kann.
Sehr große Drüsen (>70ml) sollten mittels einer Bauchschnitt-Operation entfernt werden. Alternativ kann die Prostata in vielen Fällen mit Finasterid geschrumpft und anschließend transurethral reseziert werden.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Prostata mit LASER zu verdampfen oder abzutragen. Diese Technik wird in der Uniklinik Halle angeboten. Der (einzige) Vorteil der LASER-Vapor-TUR-P ist, daß Blutverdünner wie ASS nicht abgesetzt werden müssen.

Alternativ werden von manchen Zentren Mikrowellentherapie, Hyperthermie oder Ballonaufdehnung angeboten. Die Ergebnisse sind zum Teil ernüchternd, im besten Fall mit der TUR-P vergleichbar.

Unerfüllter Kinderwunsch ist ein Paarproblem. Man geht davon aus, dass in bis zu 50% der Fälle eine männliche Fruchtbarkeitsstörung ursächlich ist.
Von großer Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen Samentransport- und Samenproduktionsstörungen. Zur ersten Gruppe gehören Verschlüsse der ableitenden Samenwege, die den Nebenhoden oder den Samenleiter betreffen können. Solche Verschlüsse können angeboren, oder im Rahmen von Entzündungen und Genitalverletzungen erworben sein. Die häufigste Ursache ist die operative Unterbindung beider Samenleiter bei Sterilisationswunsch. Bei den Produktionsstörungen werden im Hoden unzureichende – im schwersten Fall auch gar keine – Spermien gebildet. Diese Veränderungen sind angeboren oder können z.B. die Folge von Hodenentzündungen nach Mumpserkrankung oder eines Hodenhochstandes in der Kindheit sein. Eine typische erbliche Form dieser männlichen Unfruchtbarkeit ist das Klinefelter-Syndrom. Inwieweit eine Krampfader des Samenstranges (Varikozele) zu einer Fruchtbarkeitsstörung führt, ist umstritten. Störungen der hormonalen Regulation, Allgemeinerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Umweltfaktoren (Strahlen) und Giftstoffe (Alkoholabusus, Rauchen) können die Fruchtbarkeit ebenfalls negativ beeinflussen.

Diagnostik
Um für den jeweiligen Typ der Fruchtbarkeitsstörung die geeignete Behandlung auswählen zu können, ist eine sorgfältige Diagnostik notwendig. Diese umfasst neben der Erhebung der Krankengeschichte und körperlichen Untersuchung eine Ultraschalluntersuchung der Hoden, eine zweimalige Ejakulatuntersuchung (Untersuchung des Samens) sowie eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Geschlechtshormone. Eine Ejakulatuntersuchung ist nur aussagekräftig, wenn sie nach einer 2-7tägigen Karenzzeit (kein Samenerguss) durchgeführt und spätestens 30 Minuten nach Gewinnung des Ejakulates ohne längeren Transportweg begonnen wurde. Typische Auswertungskriterien sind die Anzahl der Spermien sowie deren Beweglichkeit und Form.

Therapie
Die konservative Therapie einer Fruchtbarkeitsstörungen besteht u.a. darin, dem Paar einen zielgerichteten und zyklusoptimierten Geschlechtsverkehr anzuraten. Bei der Beratung des Paares werden auch mögliche Risikofaktoren (z.B. Stress, Medikamente, Giftstoffe) angesprochen. Die medikamentöse Therapie konzentriert sich auf die medikamentöse Substitution bei Störungen der hormonellen Regulation und die Gabe von Antibiotika bei Entzündungen des Hodens, Nebenhodens, Prostata und Bläschendrüsen.
Viele andere medikamentöse Therapieformen zur Verbesserung der Spermienbeweglichkeit oder zur Anhebung der Spermienzahl haben sich als nicht wirksam erwiesen.
Bei Patienten mit geringer Samenergussmenge (z.B. Diabetiker, querschnittsgelähmte Patienten) und Störungen der Ejakulation (z.B. trockener Erguss) kann durch Medikamente und/oder penile oder rektale Stimulationsverfahren versucht werden, die Samenergussmenge zu vergrößern und die Qualität des Ejakulats zu verbessern. Die operative Therapie richtet sich nach der zuvor in der Diagnostik festgestellten Ursache der Fruchtbarkeitsstörung.

Für Patienten mit einer Krampfader (Varicocele) stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. So kann die Krampfader verödet oder operativ unterbunden werden. Dadurch kann die Qualität des Ejakulats verbessert werden. Der Erfolg bezüglich einer verbesserten Schwangerschaftsrate bei der Partnerin ist umstritten. Bei Heranwachsenden sollte eine Krampfader therapiert werden, wenn der betroffene Hoden kleiner ist.

Ein Verschluss der ableitenden Samenwege sollte operativ korrigiert werden. Häufig ist eine vorangegangene Sterilisationsharndrang (Unterbindung der Samenleiter) Ursache des Verschlusses. Hier können mit den unter dem Mikroskop durchgeführten Operationsverfahren hohe Erfolgsraten erreicht werden.
Aber auch Verschlüsse infektiöser Ursache sind mit einer guten Erfolgsrate therapierbar. Sollte eine Durchgängigkeit nicht erreicht werden, werden die bei diesen Patienten möglicherweise während der Operation entnommenen und tiefgefrorenen Spermien für eine künstliche Befruchtung eingesetzt. Bei Patienten, die unter einer Samenproduktionsstörung leiden und bei denen die Spermienanzahl oder Qualität aus dem Samenerguss für eine künstliche Befruchtung nicht ausreicht, werden Hodengewebsproben entnommen, die auf vorhandene Spermien untersucht werden. Sind befruchtungsfähige Spermien nachweisbar, werden diese tiefgefroren und zur künstlichen Befruchtung nach hormonaler Vorbereitung der Partnerin eingesetzt. Welches Verfahren der künstlichen Befruchtung zur Anwendung kommt, ist abhängig von der Qualität der Spermien und den Befunden bei der Partnerin. Bei operativ entnommenen Spermien führt das ISCI-Verfahren (direktes Einbringen eines Spermiums in eine Eizelle) zu einer Befruchtung.

Was Sie wissen sollten
Die mangelnde Versteifungsfähigkeit des Penis bzw. die ungenügende Dauer der Versteifung wird als Erektionsstörung (medizinisch als „ Erektile Dysfunktion “, landläufig auch oft als „ Impotenz “) bezeichnet.
Eine länger andauernde Erektionsstörung, die einen partnerschaftlichen Verkehr unmöglich macht, ist eine Krankheit. Sie kann entweder ohne erkennbare Ursache ('einfach so') oder als Folge einer anderen Gesundheitsstörung, z. B. einer Zuckererkrankung oder eines Bluthochdrucks, auftreten. Obwohl eine Erektionsstörung mit zunehmendem Alter häufiger anzutreffen ist (betroffen sind etwa 1 bis 2% der 40jährigen und ca. 15 bis 20% der 65jährigen), kann sie behandelt werden. Eine Behandlung sollte insbesondere dann angestrebt werde, wenn die Erektionsstörung schon negative Folgen für den Betroffenen und/oder die Partnerschaft ausübt. Mögliche Formen von männlichen Sexualstörungen Die sexuelle Erregung geht beim Mann mit einer Größenzunahme des Penis ('Tumeszenz') einher, die sich dann bis zur vollständigen Erektion mit voller Härte ('Rigidität') diese Organs aufbaut. Der Erektionsvorgang ist, wenn man es genau betrachtet, unabhängig von der sexuellen Lust ('Libido'), der Orgasmusfähigkeit oder dem Samenerguss ('Ejakulation'). Diese Unterscheidung verschiedener Formen und Funktionen der Sexualität in ihre wichtigsten Bestandteile ist für das Verständnis von Störungen, die zumeist (insbesondere am Anfang) nur Teilbereiche betreffen, von großer Wichtigkeit.

Der Erektionsvorgang
Der Penis-Schwellkörper ist eine Art Schwamm, der aus Millionen kleiner Muskelzellen besteht. Die durch das Nervensystem hervorgerufene Erschlaffung dieser Muskelzellen ('Relaxation') führt über eine Weitstellung der cavernösen Räume (der 'Löcher' im Schwamm) zu einer deutlichen Erhöhung der Blutzufuhr und so zur Größenzunahme. Von größter Bedeutung für eine vollständige Erektion ist das Erreichen einer größtmöglichen Härte ('Rigidität'). Diese wird durch die fast vollständige Drosselung des venösen Abflusses der Schwellkörper erreicht.

Mögliche Störungen des Erektionsvorgangs
Eine Erektionsstörung kann durch vielerlei Ursachen hervorgerufen werden. So führen Beeinträchtigungen der Psyche, der Nerven- oder Blutversorgung, oder Hormonstörungen zu einer gestörten Erektion. Nicht selten spielt die Psyche eine große Rolle, so kann nach einem einmaligen Mißerfolg die Potenz für eine längere Zeit erheblich gestört sein. Häufig finden sich aber auch direkte Schädigungen des Schwellkörpergewebes selbst als Ursache der Erektionsschwierigkeiten. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass bei vielen Betroffenen gleichzeitig mehrere dieser Ursachen beteiligt waren.
Auch ein Mangel an männlichem Hormon kann eine Ursache sein. Mit dem Alter nimmt der Testosteronspiegel langsam ab.
Notwendige ärztliche Untersuchungen
Da eine Erektionsstörung die Folge einer bislang unentdeckten, schwerwiegenden Erkrankung sein kann (z.B. Vorbote eines Herzinfarktes), sollte vor der Einleitung einer Behandlung unbedingt eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen. Auch muss abgewägt werden, ob bestimmte Behandlungsarten in Ihrem Fall möglich sind, oder auf Grund von möglichen Nebenwirkungen bei Ihnen nicht angewendet werden sollten. Um sich ein Bild machen zu können, werden Sie eingehend befragen und untersucht sowie eine Blutabnahme veranlassen.

Behandlungsmöglichkeiten
Die intensiven Forschungen der letzten Jahrzehnte haben das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten deutlich erweitert. Heute werden Erektionsstörungen je nach Ursache, unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und gemäss Ihren eigenen Vorstellungen ganz unterschiedlich und gezielt behandelt. Hierzu stehen die verschiedensten medikamentösen, apparativen, psychologischen und operativen Verfahren zur Verfügung.

Der erst Schritt ist das Gespräch mit mir. Sprechen Sie mich an!

Inkontinenz ist ein häufiges, für die Betroffenen meist sehr belastendes Leiden, das in unterschiedlicher Ausprägung und Erscheinungsform vorkommt und vielfach leider immer noch ein Tabuthema darstellt. Inkontinenz ist in den meisten Fällen heil- oder zumindest deutlich verbesserbar; hierfür ist jedoch eine kompetente, fachärztliche Untersuchung und Therapie unbedingte Voraussetzung. 

Was versteht man unter Harninkontinenz? 

Der Begriff Inkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen, das heißt unkontrollierten Verlust von Urin. Die Ursachen sind unterschiedliche Erkrankungen im Bereich der Harnblase und deren Verschlussmechanismen.

 Wer ist betroffen?

Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Leiden, welches in der Bundesrepublik Deutschland etwa 6 Millionen Menschen beider Geschlechter und aller Altersstufen betrifft. Etwa 50 % aller Frauen sind im Laufe Ihres Lebens betroffen. Durch Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit und sozialen Rückzug stellt die Harninkontinenz für den Betroffenen oft eine schwere körperliche und seelische Belastung dar mit deutlicher Einbusse an Lebensqualität. Aus Schamgefühl wird das Leiden oft lange - selbst dem Arzt gegenüber - verschwiegen. 90% aller Pflegeheimbewohner sind inkontinent. In vielen Fällen ist die Inkontinenz und damit verbundene "(Geruchs-)belastung" der Angehörigen die Ursache für die Einweisung in eine Pflegeeinrichtung.

In Anbetracht der unterschiedlichen Formen und Ursachen von unwillkürlichem Urinverlust ist es für Betroffene ganz entscheidend, sich an einen erfahrenen Arzt, insbesondere einen Urologen, zu wenden. Ihm ist es möglich, durch gezielte Fragestellungen und Untersuchungen eine individuell angepasste Therapie einzuleiten. Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmöglichkeiten ist Inkontinenz heutzutage in sehr vielen Fällen heil- oder zumindest deutlich verbesserbar!

 Welche Formen und Ursachen von Harninkontinenz gibt es?

Man unterscheidet als Hauptformen die Belastungs- (Stress-) Inkontinenz von der Dranginkontinenz, wobei jedoch auch Mischformen vorkommen können. Den seltenen Fällen einer vollständigen Inkontinenz (permanenter Urinverlust) können die verschiedensten Ursachen zugrunde liegen.

1. Die Belastungs- (Stress-) Inkontinenz

Bei Erhöhung des Druckes in der Harnblase, beispielsweise beim Husten, Niesen, Laufen, Treppensteigen oder Aufstehen, kommt es zum Urinverlust aufgrund einer Störung im Bereich des Harnröhrenverschlussmechanismus. Ursächlich ist bei dieser Form von Inkontinenz oft eine Schwäche des Blasenschliessmuskels und der damit eng in Zusammenhang stehenden Beckenbodenmuskulatur. Der muskuläre Beckenboden kann beispielsweise durch mehrfache Geburten geschwächt werden, eine Senkung von Gebärmutter und Harnblase mit nachfolgender Schwächung des Harnröhrenverschlusses ist dann häufig die Folge. Daneben sind hormonelle Veränderungen und schliesslich Opera-tionen oder Verletzungen im Bereich des Beckens mögliche Ursachen eines unzureichenden Harnröhrenverschlussmechanismus mit nachfolgender Belastungsinkontinenz.

 Von der Stressinkontinenz sind in erster Linie Frauen betroffen, sie kann jedoch auch bei Männern nach chirurgischen Eingriffen an der Vorsteherdrüse (Prostata) auftreten. Diese Form der Inkontinenz kann in leichteren Fällen konservativ, ansonsten durch einen operativen Eingriff behoben werden.

 2. Die Dranginkontinenz (Urge)

Der Dranginkontinenz liegt in erster Linie eine überaktivität des Blasenmuskels zugrunde. Die Betroffenen leiden unter plötzlich einsetzendem, nicht unterdrückbarem Harndrang, der zu ungewollten Urinverlusten führt, sowie zu häufigen Toilettengängen mit Entleerung kleiner Urinmengen. Mögliche Ursachen sind Harnwegsinfekte, Störungen der die Blase versorgenden Nerven, oder des übergeordneten Nervensystems. Selten sind Geschwülste der Blase Ursache einer Dranginkontinenz. Der Verschlussmechanismus der Harnblase ist im Gegensatz zur Stressinkontinenz bei dieser Form der Inkontinenz meist intakt. Die Dranginkontinenz betrifft häufiger Männer und ist oftmals medikamentös sehr effektiv behandelbar. In besonderern Fällen kann eine Ruhigstellung des Blasenmuskels mit Botulinum-Toxin (Botox®) erreicht werden.

Bei etwa einem Viertel aller Inkontinenzleiden liegt eine gemischte Drang-/Stressinkontinenz vor.

3. Reflexinkontinenz

Bei neurologischen Erkrankungen, z.B. Querschnittslähmung oder Multipler Sklerose kann es zur Ausbildung einer ungehemmten Aktivität der Harnblase kommen mit fehlerhafter Funktion des Schließmuskels (Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie).

 4. überlaufinkontinenz

Die überlaufinkontinenz beschreibt den Zustand des Herauströpfelns von Urin bei erheblich gefüllter Harnblase und dem Unvermögen diese zu entleeren (Restharn). Das kommt durch ein Hindernis unterhalb des Blasenauslaß (subvesikale Obstrukion) z.B. durch eine Enge (Striktur) oder vergrößerte Prostata (Prostatahyperplasie).


Welche Untersuchungen werden bei Inkontinenzleiden durchgeführt?

Zu Beginn steht zunächst ein ausführliches Gespräch zur Krankenvorgeschichte, vorausgehenden Operationen, Ausmaß, Anlass und Begleitumstände unkontrollierter Urinverluste. Danach richtet sich das weitere Vorgehen (Diagnosefindung). Ein einfaches, aber wichtiges Instrument ist das Miktionstagebuch. Dort vermerkt der Patient wann er wieviel trinkt, wann und wieviel ausscheidet, wann und wieviel er unkontrolliert ausscheidet und wann er die Vorlagen wechseln muß.

Anschließend folgen körperliche Untersuchung mit besonderem Augenmerk auf die Organe des Harntrakts (Geschlechtsorgane sowie Blase), Harnanalyse und Ultraschalluntersuchung. Gegebenenfalls kommen eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) oder eine Blasendruckmessung (Urodynamik) zum Einsatz. In seltenen Fällen sind spezielle Röntgenaufnahmen der Blase und ableitenden Harnwege sinvoll.

Diese Verfahren sind ambulant in meiner Praxis durchführbar, in der Regel für die Patienten wenig belastend und weitgehend schmerzfrei. Die eingehende und sorgfältige Untersuchung ist die entscheidende Voraussetzung für eine individuelle, angemessene Therapie der Inkontinenz.

 Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen bei Inkontinenzleiden zur Verfügung?

Die Behandlung (Therapie) richtet sich ganz individuell nach der Form und dem Ausmaß sowie der zugrunde liegenden Ursache der Inkontinenz. Man unterscheidet zwischen konservativen, d. h. nicht-operativen und operativen Therapieverfahren.

 Konservative Therapiemöglichkeiten

• Gezielte krankengymnastische übungen: Ziel ist eine Kräftigung des Beckenbodens und damit der Harnröhrenverschlussmechanismen (Beckenbodengymnastik) sowie übungen für die willkürliche Kontrolle der Blase (Biofeedbacktraining)
• Gezieltes Toilettentraining, d. h. Einüben einer regelmäßigen Blasenentleerung
• Medikamente mit dämpfender Wirkung auf die Harnblase (bei überaktivem Blasenmuskel)
• Einsatz von Inkontinenzhilfsmitteln wie Vorlagen oder spezielle Urinableitesysteme

Operative Therapiemöglichkeiten

Angewendet werden Korrekturoperationen bei Beckenbodenschwäche mit nachfolgender Senkung von Blase und inneren Geschlechtsorganen (Blasen-/Gebärmutter-/Scheidenvorfall). Hierfür steht eine Vielzahl verschiedener Operationstechniken zur Verfügung, die entweder durch einen kleinen Unterbauchschnitt oder von der Scheide aus vorgenommen werden können. Neuerdings werden diese Eingriffe "minimal-invasiv", d.h. mit möglichst geringer Belastung durch die Operation (kleine Schnitte, sehr kurze Krankenhaus-Verweildauer oder ambulant) vorgenommen. Für die minimal-invasiven Operationsverfahren sind noch keine Langzeitergebnisse verfügbar, die bisherigen mittelfristigen Ergebnisse sind bei richtiger Indikation sehr gut. Allerdings sind auch schon verheerende Komplikationen (Blasen-/Darm-Perforation, Blutung oder Durchwanderung des Bandes) beschrieben worden.

In den seltenen Fällen einer vollständigen Urininkontinenz (permanenter Urinverlust) liegen oft eine Fehlbildung des Harntraktes, oder komplexe Folgezustände nach Entzündungen oder operativen Eingriffen im Beckenbereich vor. Die hier meist erforderliche operative Therapie wird bestimmt durch die zugrunde liegende Problematik.


Eine Option ist die zeitweise vollständige oder teilweis Ruhigstellung des Harnblasenmuskels mit einem Nervegift Botulinum-Toxin(Botox). Die Botoxinjetion in die Harnblase kann ambulant in lokaler Betäubung in unserer Praxis durchgeführt werden. Seit Januar 2013 ist Botox zur Behandlung der Blase zugelassen, seit 1998 wird Botox schon zur Behandlung der Blase verwendet.


Nur in extremen Ausnahmefällen werden Operationen mit dem Ziel einer Ersatz-Blasenbildung aus Darm (sogenannte kontinente Harnableitung) erforderlich. Diese Operationen werden an urologisch-operativen Zentren mit entsprechender Erfahrung auf dem Gebiet der Ersatzblasenchirurgie durchgeführt.

Seit Einführung der Zystoskopie durch Maximillian Nitze (1877) in die Urologie, hat das Fachgebiet eine rasche interessante Entwicklung zur diagnostischen und therapeutischen Nutzung minimal-invasiver Techniken genommen. Beim Harnsteinleiden, das mit einer jährlichen Inzidenz des ersten Steines von 0,5 % in Deutschland verbunden ist, haben diese minimal-invasiven Techniken einen besonders hohen Stellenwert vor dem Hintergrund einer hohen Harnstein-Rezidivrate.

Diagnostik
Nicht selten ist das Auftreten von Harnsteinen (Ureterstein) mit heftigen Koliken verbunden, die nach entsprechender differenzialdiagnostischer Abklärung symptomatisch behandelt werden müssen. Neben einer analgetischen Therapie macht sich ggf. die unverzügliche Entlastung der Niere durch Einlegen einer perkutanen Nephrostomie (PCN) oder eines endoskopisch eingelegten Ureterstents (DJ) erforderlich. Die Diagnostik beinhaltet neben der Anamnese, die klinische Untersuchung, ergänzt durch die Sonographie, die Erfassung des Urinsedimentes und die Röntgennativaufnahme, ggf. ein i.v.-Urogramm (im kolikfreien Intervall!). Differenzialdiagnostisch sind Gallenkoliken, gynäkologische Erkrankungen (z. B. Tubargravidität, stielgedrehte Ovarialzyste, etc.) und ein Akutes Abdomen abzuklären.

ESWL in der Saaleklinik
ESWL in der Saaleklinik
Therapie
Fast 90 % aller Harnsteine sind spontan abgangsfähig. Die nicht abgangsfähigen Steine bedürfen einer operativen Entfernung. Durch außerhalb des Körpers erzeugte Stoßwellen ist es möglich, Harnsteine mit der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) zu zertrümmern (Prinzipien: Unter Wasser-Funkenentladung, elektromagnetische Energieumwandlung, piezo-elektrischer Effekt). Bei größeren Steinen (Durchmesser > 2 cm) bietet sich zur operativen Steinentfernung die perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) an, indem ultraschallgezielt und Röntgenbildwandler-kontrolliert das Nierenbeckenkelchsystem punktiert und der Punktionskanal dilatiert wird. Nach Dilatation wird mittels eines Nephroskopes der Stein geortet und mit entsprechender Energie (z. B. Ultraschall imkHz-Bereich) durch eine Sonotrode oder elektromagnetische Energie abgesaugt und zerkleinert. Eingeklemmte, nicht spontan abgangsfähige Uretersteine werden über ein transurethral eingeführtes Ureterorenoskop (URS) entfernt unter Nutzung von Steinfasszangen, Fangkörbchen, etc. Vor jedem minimal-invasiven Eingriff zur Harnsteinbehandlung oder Entnahme einer Probeexzision von Gewebe aus dem oberen Harntrakt ist eine antibiotische Infektionsprophylaxe zu empfehlen.

Nachsorge
 
Maßgeblich kann das Harnsteinrezidiv durch eine entsprechende Metaphylaxe beeinflusst werden. Wesentliche Kriterien zur Verhinderung der Entstehung eines erneuten Harnsteines sind: Harnverdünnung (Ziel: Urinausscheidung von 2 bis 2,5 l / 24 h), aktive körperliche Betätigung, Normalgewicht, fett- und eiweißarme Kost und die Vermeidung von Harnwegsinfektionen (engmaschige Urinkontrollen).

Der Hodenkrebs ist zwar sehr selten (ca. 1% aller bösartigen Geschwülste), aber es ist der häufigste Tumor des jungen Mannes (Altersgipfel: 20-40 Jahre). Weltweit ist in den letzten 20 Jahren die Zahl der Hodenkrebs-Patienten um das Dreifache angestiegen. Einzig bekannte Risikofaktoren sind, Bauchhoden, Pendel- oder Leistenhoden, auch nach operativer Lagekorrektur. Solche Männer haben ein zehn- bis fünfzehnmal höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken.
Mit der Einführung des Zellgiftes Cisplatin zur Hodentumor-Therapie 1979 besserten sich die Heilungschancen dramatisch und liegen zur Zeit unabhängig vom Stadium des Tumors bei 94 %. Gewährleistet sind diese guten Heilungschancen jedoch nur bei standardisierter Behandlung des Tumors.
Untersuchungen zur Erkennung des Hodenkrebses:
Früherkennung verbessert die Heilungschance! Eine sinnvolle Form der Früherkennung ist die Selbstuntersuchung des Hodens. Bei auffälligen Verhärtungen an der Oberfläche des Hodens oder im Hoden selbst sollte sofort eine weitergehende Untersuchung stattfinden. Typischerweise sind Hodentumoren nur selten schmerzhaft.

Maßnahmen zur korrekten Einstufung des Hodentumors Hat die Selbstuntersuchung den Verdacht auf einen Hodentumor ergeben, dann wird der Urologe folgende Untersuchungen vornehmen: eine Ultraschalluntersuchung kann in den meisten Fäl?len bereits die Verdachtsdiagnose erhärten. Eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der sog. Tumormarker [Alpha-Fetoprotein (AFP), humanes Choriongonadotropin (HCG), LDH und humane plazentare alkalische Phosphatase (hPLAP)] sind zur weiteren Diagnostik erforderlich.
Der nächste Schritt ist bereits die operative Freilegung des betroffenen Hodens über einen Leistenschnitt. Bei Bestätigung eines Tumors wird sich die Entfernung des Hodens mit Samenstrang anschließen. In den seltenen Fällen (etwa 5 %) einer gutartigen Veränderung im Hoden kann dieser gutartige Tumor unter Erhaltung des Hodens entfernt werden.
Zur weiteren Therapieplanung ist es wichtig zum einen die genaue Feingewebsstruktur des Hodentumors zu kennen (Seminom oder Nicht-Seminom), zum anderen werden Informationen über eine evtl. Streuung des Tumors notwendig. Hierzu erfolgen nach Entfernung des Hodens computertomographische Untersuchungen des Bauch- und Brustraums auf der Suche nach Metastasen.
Eine evtl. notwendige Chemotherapie bzw. die Entfernung des Hodens kann zur Unfruchtbarkeit führen. Ihr Arzt wird daher mit Ihnen die Möglichkeit einer Spermien-Aufbewahrung (Kryokonservierung) besprechen. Die Kryokonservierung ist mit Kosten verbunden.

Behandlung des Hodenkrebs
Nach Entfernung des Hodens (genaue Histologie) und abgeschlossener Diagnostik (Computertomographie, Tumormarker) kann der Hodentumor genau eingestuft werden. Dafür verwendet man verschiedene Klassifikationen. Dabei ist es wichtig, ob der Tumor sich im sog. Frühstadium befindet oder ob es sich um einen bereits fortgeschrittenen Tumor handelt. Etwa 90 % aller Tumoren befinden sich in den Frühstadien und haben statistisch gesehen damit eine überlebenschance von fast 100 %. Auch die meisten Patienten in fortgeschrittenen Tumorstadien können bei adäquater Therapie geheilt werden. Ihr Urologe wird eine stadiengerechte Therapie wählen, die in Abhängigkeit der feingeweblichen Untersuchung des Tumors unterschiedlich sein wird.
Sollte die Chemotherapie bei Nicht-Seminomen im fortgeschrittenen Stadium nicht zu einem kompletten Verschwinden der Metastasen führen, ist eine operative Entfernung der Resttumoren erforderlich. Die meisten dieser Resttumoren befinden sich im hinteren Bauchraum, so daß eine sog. abdominelle Tumorresektion (RLA) nach Chemotherapie bei fortgeschritteneren Tumoren häufiger erforderlich ist. An unsere Klinik kann diese Operation in den meisten Fällen laparoskopisch (mit der "Schlüsselloch"-Methode) durchgeführt werden. Sollte sich bei dieser Operation noch lebender Tumor nach Chemotherapie finden, müsste eine erneute Chemotherapie angeschlossen werden.

Standardisierte Behandlung
Obwohl die Therapie des Hodentumors weitgehend standardisiert ist, wird es erforderlich bleiben, Patienten, die von diesem seltenen Tumor betroffen sind, innerhalb klinischer Studientherapieprotokolle zu behandeln. Bei den Patienten im Frühstadium ist das Ziel, die Nebenwirkungen der Therapie weiter zu reduzieren. Für Patienten mit fortgeschrittenerem Stadium ist das Ziel solcher Studien neue Medikamente zu prüfen, die eine noch höhere überlebenswahrscheinlichkeit bringen können.

Nachsorge
In Abhängigkeit vom Stadium des Tumors und der erfolgten Therapie muss die Nachsorge geplant werden. Grundsätzlich sind in den ersten 2 Jahren dreimonatliche Nachsorgeuntersuchungen und dann bis zum 5. Jahr halbjährliche Untersuchungen zu empfehlen. Ab dem 5. Jahr reichen jährliche Unters?uchungen aus. Die Nachsorge sollte unbedingt für mindestens 15 Jahre fortgeführt werden, da auch nach >10 Jahren Rezidive auftreten können.

Hormone und Altern des Mannes
Um das 50. Lebensjahr treten die ersten Alterungserscheinungen auf. Bei der Frau geht dies mit einer deutlichen hormonellen Umstellung einher, wir sprechen von den Wechseljahren. Beim Mann hingegen sind die hormonellen Veränderungen geringer, man spricht hier von „Beschwerden des alternden Mannes“. Ein ausreichender Hormonspiegel, vor allem des wichtigsten männlichen Hormons Testosteron, ist für das körperliche und seelische Wohlbefinden des Mannes von großer Wichtigkeit. Inwieweit Mangelzustände anderer Hormone auf Körper und Psyche Einfluss haben, ist noch nicht ausreichend geklärt. Mögliche Beschwerden Zahlreiche Beschwerden werden als alterstypisch gewertet, dabei kann aber auch ein Zusammenhang zu einem Testosteronmangel bestehen.

Könnten Sie unter einem Hormonmangel leiden? Fühlen Sie sich oft schlaff und abgeschlafft? Lässt die Libido nach? Sehen Sie blass aus?

Für den Selbsttest gibt es den AMS-Fragebogen "The Aging Males' Symptoms rating scale" zur Erfassung der Testosteron-Mangel-Beschwerden.

Beginn der Beschwerden
Im Gegensatz zur Frau, bei der es zu einer plötzlichen Abnahme der Hormonproduktion kommt, nimmt die Produktion des Testosterons in Hoden und Nebennieren ab dem 30.-35. Lebensjahr des Mannes langsam ab.

Wirkungen des Testosterons
Das Wechselspiel der Wirkung des Testosterons ist vielseitig. Es beeinflusst den Knochenaufbau, die Blutbildung, den Muskelaufbau, den Fettabbau, Menge an "gutem und schlechtem Fett"(HDL vs. LDL und VLDL) bzw. Cholesterin, Fettverteilung (Bauchfett), Körperbehaarung, Insulinempfindlichkeit, die Schilddrüsenfunktion, damit den Antrieb und die Stimmung und nicht zuletzt die Lust und die sexuelle Funktion. Das Testosteron wirkt auf die zuvor genannten Organsysteme in seiner freien Form (freies Testosteron). Der größte Anteil des Hormons ist im männlichen Körper jedoch an Trägerstoffe fest gebunden und dann nicht wirksam. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil an gebundenem Testosteron im männlichen Blut. In einigen Organen muss das Testosteron erst in andere Stoffe umgewandelt werden, um seine spezifische Wirkung zu erzielen. Bei Zunahme des Fettgewebes und steigendem Alter wird Testosteron gesteigert in das weibliche Hormon Östradiol umgewandelt. Wichtig für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt ist somit ein Gleichgewicht zwischen dem wirksamen Testosteronanteil (freies Testosteron), dem gebundenen Anteil und dem Verhältnis zu anderen Hormonen.

Hormonersatztherapie beim alternden Mann
Eine Hormonersatztherapie mit Testosteron bei Alterungsbeschwerden des Mannes muss nicht generell durchgeführt werden. Nur bei einem messbaren Testosteronmangel und dem gleichzeitigen Vorliegen von Beschwerden sollte dies durchgeführt werden, da Testosteron den natürlichen Alterungsprozess nicht aufhalten kann. Andere Hormone (z.B. Kortisol oder Wachstumshormon) sollten bei eindeutigem klinischen Mangel ebenfalls ersetzt werden. Testosteron kann auf verschiedene Arten verabreicht werden. Die gebräuchlichsten sinddie intramuskuläre Gabe von Testosteron in 3-Monats Depot-Spritzen, oderdie täglicher Applikation eines hautfreundlichen Gels.Mit beiden Verfahrenkannein ausreichenden Testosteronspiegel gewährleistet werden.Beide Applikationsformensind erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und haben ältereAlternativen (Tabletten, Pflaster, 3-Wochen-Spritze) fast vollständigersetzt.

Kontraindikationen zur Hormonersatztherapie
Bei gesunden Menschen, die durch Testosteron ihre Muskelmasse und die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen wollen (Doping), ist eine Hormonersatztherapie nicht angezeigt. Bei bösartigen Erkrankungen der Prostata und der Brust ist eine Testosterontherapie verboten (kontraindiziert), bei Blutbildveränderungen und unklaren Prostatabefunden ist zwingend eine weitere Abklärung vor der Testosterongabe angezeigt.

Ist das Prostatakarzinom mit einer Operationim Gesunden entfernt worden und der PSA-Wert nach der Operation nicht mehr nachweißbar, sollte bei einem Mangel an Testosteron die Hormonersatztherapie erfolgen. Neue Studienergebnisse haben einen klaren überlebensvorteil durch die Behandlung gezeigt, selbst bei Patienten, die ein Prostatakarzinomrezidiv bekommen haben, das bei den behandelten Patienten die Karzinomzellen länger auf eine Hormonentzugstherapie angesprochen haben.

Verhalten während der Hormonersatztherapie
Die Testosterongabe ist nur unter ständiger ärztlicher Betreuung anzuraten, da regelmäßige Kontrollen der Blutwerte (Testosteron, rote Blutkörperchen, PSA, Leber- und Nierenwerte) sowie Prostatakontrolluntersuchungen durchgeführt werden sollten.

Generelle Empfehlung
Ein Hormonmangel ist heute gut zu korrigieren, er muss jedoch erkannt werden. Helfen Sie Ihrem Arzt dies zu erkennen, indem Sie über Veränderungen während des Alterns sprechen, denn nur dann kann das Problem erkannt und behandelt werden. Selbstverständlich können eine vernünftige Ernährung, körperliche Bewegung und die Vermeidung von Alkohol und Nikotin die körperliche Fitness unterstützen und in vielen Fällen zu einer Verbesserung der Hormonspiegel führen.

Kinder, insbesondere kleine Kinder sind Wesen mit anderer Wahrnehmung und Ängsten, als Erwachsene. Wir bemühen uns, Ihnen und ihren Eltern die Ängste zu nehmen und sie ernst zu nehmen.

Das Fachgebiet der Urologie umfasst die ableitenden Harnwege und das männliche Genitale, auch bei Kindern!

Die meisten Missbildungen bei Neugeborenen betreffen das Urogenitale.

  • Die Vorhautverengung ist bei Jungen recht häufig. Nicht immer muss operiert werden.
  • Ist der Hoden nicht immer im Hodensack zu tasten, unterscheidet man zwischen einem "Pendelhoden", der nur manchmal im Leistenkanal hochgezogen ist und nicht behandelt werden muss und dem "Hodenhochstand" der bis zum 5. Lebesjahr operativ behandelt werden muß
  • Harwegsinfektionen sind bei Mädchen nicht selten. Treten Infektionen häufiger auf, sollte der Grund für die Infektion untersucht werden. Bei Jungen ist jeder Harnwegsinfekt abklärungswürdig.
  • Kinder sollten bis zum vierten Geburtstag trocken sein. Nässen Kinder nach den fünften Lebensjahr nachts noch ein, so spricht man von Enuresis. Die Ursachen können vielfältig sein, entsprechend vielfältig sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Die Neurourologie ist eine urologische Spezialdisziplin. In der Neurourologie werden alle Störungen des Harn- und Genitaltraktes behandelt, die durch eine Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems verursacht wurden. Vor allem Patienten mit einer Querschnittslähmung sind davon betroffen, aber auch Patienten mit multipler Sklerose, Morbus Parkinson, nach Bandscheibenvorfall oder Schlaganfall.

Die Blasenentleerungsstörung ist der Sammelbegriff für alle Funktionsstörungen der Harnblase.

Das betrifft sowohl die Harninkontinenz, also die Unfähigkeit den Harn zu halten, als auch den Restharn bzw. Harnverhalt, d.h. die Unfähigkeit, die Blase vollständig zu entleeren, sowie den Harndrang, d.h. das zu häufige Gefühl, die Blase entleeren zu müssen.

Als Symptome unterscheidet man die Harninkontinenz und die überaktive Blase (z.B. bei Prostatavergrößerung)

Als einzige Urologische Praxis in Sachsen-Anhalt sind wir von der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifiziertes Beratungszentrum mit einem urodynamischen Messplatz.

Jeder fünfte Tumor der Niere ist gutartig (z.B. Onkozytom, Angiomyolipom). Von den 80% bösartigen Nierentumoren ist das häufigste das Nierenzellkarzinom. Daneben kommen noch z.B. Papillome, Sarkome und sekundäre Karzinome (Metastasen) vor.
Das Nierenzellkarzinom ist der dritthäufigste urologische Tumor. Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen. Meistens wird der Tumor im Alter zwischen 40 und 60 Jahren entdeckt. Nur noch wenige Patienten weisen die klassischen Symptome auf wie Blut im Urin, Flankenschmerzen, eine tastbare Geschwulst im Oberbauch, oder Veränderungen der Blutwerte, die dann zur Diagnose eines Nierentumors führen.
Die meisten Nierentumoren werden heute zufällig bei Ultraschalluntersuchungen oder in der Computertomographie entdeckt, die im Rahmen der Vorsorge oder aus ganz anderen Gründen durchgeführt werden.

Welche Untersuchungen sind notwendig? 

Besteht der Verdacht, dass ein Tumor an der Niere vorliegt, werden neben der körperlichen Untersuchung, Urin- und Blutuntersuchungen weitere Untersuchungen notwendig. Durch MRT oder durch eine Computertomographie lässt sich schon mit sehr hoher Sicherheit ein Tumor bestätigen oder ausschließen. Gleichzeitig kann durch diese Untersuchungen festgestellt werden, ob es zu einer Streuung in andere Organe gekommen ist und ob die zweite Niere eine normale Funktion besitzt. Mit einem Röntgen-Thorax bzw. bei größeren Tumoren mit einer CT des Thorax können Lungenmetastasen ausgeschlossen werden. Bei unklaren oder ausgedehnten Befunden sind weitere Untersuchungen, z.B. Knochenszintigraphie oder CT-Schädel, notwendig.

Operative Behandlung

Wurde ein Nierentumor festgestellt, ist in der Regel eine operative Behandlung notwendig. Allerdings kann auch mit moderner Diagnostik ein bösartiger Tumor nicht sicher ausgeschlossen werden. Daher sollte die Niere operativ freigelegt und evtl. durch eine Gewebeprobe eine eindeutige Diagnose gestellt werden.

Eine organerhaltende Operation ist ohne erhöhtes Risiko für den Patienten bei Tumoren die an der Außenseite der Niere liegen in den meisten Fällen möglich, wobei nur der Tumor selbst mit einem Sicherheitssaum aus der Niere entfernt wird. Besonders schonend erfolgt dies heutzutage mit der roboterassistierten Laparoskopie

Wenn ein Tumor des Nierengewebes festgestellt worden ist der zentral liegt oder bis in das Nierenbecken hineinreicht, besteht die Standardtherapie in der Entfernung der tumortragenden Niere. Dabei wird die Niere mit dem umgebenden Fettgewebe, der angrenzenden Nebenniere und den örtlichen Lymphknoten entnommen. In der Regel wird dies durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Ist eine offene Operation erforderlich, kann der Schnitt, den der Operateur wählt, am Bauch oder in der Flanke liegen.
Wenn eine gesunde zweite Niere vorhanden ist, sind hinsichtlich der Nierenfunktion keine Einschränkungen zu erwarten, da die verbliebene Niere die komplette Nierenfunktion übernimmt. In bestimmten Fällen kann auf die gleichzeitige Entfernung der Nebenniere verzichtet werden.
Auch bei fortgeschrittenen (metastasierten) Befunden kann eine palliative Nephrektomie lebensverlängernd sein.

Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Therapie ist nur dann erforderlich, wenn durch den Nierentumor bereits eine Streuung (Metastasen) in den Körper stattgefunden hat und durch eine Operation der Metastasen keine vollständige Heilung erreicht worden ist.
Seit wenigen Jahren gibt es eine Reihe neuer Medikamente die gezielt in der Stoffwechsel der Tumorzellen eingreifen. Diese Medikamente töten Tumorzellen nicht ab, aber können die Vermehrung der Zellen aufhalten. Die Wirkungsweise dieser Medikamente beruht zum Teil in der Hemmung der Gefäßneubildung, so daß die Tumorzellen nicht mehr weiter wachsen könne oder auch einschmelzen. Diese Medikamente müssen daher auch langfristig eingenommen werden. Die Wirkung hält oft über mehrere Jahre an.
Die Entwicklung der Medikamente zur Behandlung der Nierentumore verläuft derzeit rasant, so daß in kurzer Zeit neue Medikamente oder Kombinationen zugelassen werden. Daher arbeiten wir eng mit den Tumorzentren/Tumorboard der Universitätsklinik und dem KH Dölau zusammen.

Nachsorge 

Die Operation eines Nierentumors ist als mittelschwere Operation einzuschätzen, so daß in der Regel mehrere Tage stationärer Aufenthalt notwendig sind. Nach der Entlassung erfolgt in kurzem Abstand eine Nachschau zur überprüfung des Heilungsverlaufes. Generell folgt dann eine sogenannte Tumornachsorge für jeden Patienten, die nach einem festen Programm durchgeführt wird.
Durch regelmäßige Untersuchungen (körperliche Untersuchung, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen) soll eine mögliches Wiederauftreten der Erkrankung rechtzeitig entdeckt werden. Ein Wiederauftreten der Erkrankung hängt sehr vom Stadium der Erkrankung ab und ist auch nach erfolgreicher Entfernung des Nierentumors sogar noch nach Jahren möglich.

Operative Fähigkeiten haben viel mit handwerklichem Geschick, Erfahrung und Spaß an der Sache zu tun. Ich habe eine über 10 jährige klinische Erfahrung mit 18 Monaten Allgemein- und Gefäßchirugie sowie 8 Jahren in 2 Universitätskliniken (Dresden und Halle) sowie 20 Monate im Krankenhaus Halle-Dölau vorzuweisen. Darüberhinaus operiere ich seit 2008 regelmäßig in meiner Praxis und als Kooperationsarzt in der Universitätsklinik Halle, im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau sowie im Rahmen den Integrierten Versorgung im Diakonissen-Krankenhaus Halle.

Es werden u.a. folgende Eingriffe durchgeführt:

ambulant in der Praxis werden Eingriffe in lokaler Betäubung durchgeführt:

Blasenspiegelung, flexibel und starr

Zirkumzision (Beschneidung)
Frenulumpastik (bei kurzem Vorhautbändchen)
No Scalpel Vasektomie
Abszeßspaltung am Hoden
Entfernung von Grießknoten

Prostatabiopsie unter Ultraschall-Kontrolle (TRUS) mit Doppler in Lokalanästhesie
Proben-Entnahme oder Stein-Entfernung aus der Harnblase
DJ-Entfernung nach Steinbehandlung mit starrem oder flexiblem Zystoskop
Blasenfistel-Anlage
Nierenfistel-Wechsel

Narkoseeingriffe erfolgen stationär in der Klinik:

Zirkumzision bei Kindern in Narkose

Steinbehandlung
- Stenteinlage (DJ)
- Stosswellentherapie (ESWL)
- Harnleiterspiegelung mit Zertrümmerung und Steinentfernung (URS)
- Blasensteinzertrümmerung

Hodenoperationen
- Wasserbruch (Hydrocele)
- Zysten (Spermatocele)
- Krampfadern (Varicocele)
- Hodenhochstand beim Kind (Funikulolyse)
- Hodenprothese

Resektion der Prostata (Transurethral, TUR-P)

Resektion von Blasentumor (Transurethral, TUR-BT)

Resektion einer Harnröhrenenge (Urethrotomia interna)

Anlage einer Blasenfistel oder Prostatabiopsie bei Patienten mit Blutverdünnung

Bei der IPP handelt es sich um eine Bindegewebserkrankung, welche zu einer Penisverkrümmung (Penisabknickung), Erektionsstörung, Verkürzung des Penis sowie zu einer schmerzhaften Erektion führen kann. Am häufigsten tritt die Erkrankung bei Männern zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr auf.
Die meisten Patienten berichten zunächst über eine tastbare Verhärtung im Bereich des Penis ohne Symptomatik, welche dann in einem relativ kurzen Verlauf (1/4 bis zu 1 Jahr) zur Symptomatik mit Penisverkrümmung oder Schmerzen während der Erektion führt. Im weiteren Verlauf kann es zusätzlich zu einer Erektionsschwäche kommen.
Als Ursache der Erkrankung werden Mikrotraumata des Penis z.B. im Rahmen sexueller Aktivitäten vermutet. Es kommt zur Ruptur kleinster Gefäße in Nähe der Tunica albuginea mit Einblutung in dieselbe, wodurch es zur Fibrinexsudation mit Fibroblastenaktivierung (Aktivierung von Zellen, welche Bindegewebe aufbauen) kommt. Der weitere Vorgang gleicht der normalen Wundheilung. Klinisch findet sich meist in diesem Stadium noch keine Veränderung. Erst im weiteren Verlauf wird es durch Kollagenbildung (Bildung von Bindegewebe) bzw. zusätzlicher Kalzifizierung (Kalkeinlagerung) zu tastbaren Penisindurationen (Verhärtungen), welche dann die oben genannte Symptomatik auslösen. Eine maligne Entartung IPP ist in der Literatur bisher nicht beschrieben.

Diagnostik
Zur Diagnostik der IPP gehört die Penispalpation, die Sonographie und die Untersuchung und Photodokumentation nach Injektion eines Medikamentes, welches eine Erektion erzeugt (SKAT).
Die bevorzugte Verkrümmungsrichtung ist nach dorsal (nach oben). Eine Abknickung nach ventral (nach unten) ist selten.

Therapie
Eine spontane Rückbildung der Erkrankung ohne jegliche Therapie kann im frühen Stadium in bis zu 50% stattfinden. Mit zunehmender Dauer und Ausprägung der Erkrankung ist dies eher selten.
Im frühen Stadium (Kollagenbildung ohne Kalzifizierung) ist eine medikamentöse Therapie mit Kalium-4-Aminobenzoat (Potaba) möglich.
Therapieversuche mittels physikalischer Maßnahmen (ESWT , Bestrahlung sowie Ultraschallbehandlung) können im Einzelfall Anwendung finden, die allgemeine Wirksamkeit ist bisher jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen.
Sollte es zu einer fortschreitenden Erkrankung bzw. unter konservativer Therapie zu einer nur ungenügenden Verbesserung kommen, ist es Abhängigkeit vom Leidensdruck (z.B. keine Möglichkeit eines befriedigenden Geschlechtsverkehrs) die operative Korrektur indiziert. Dabei wird z.B. der Plaque inzidiert und mit einem "Pflaster" gedeckt und/oder auf der Gegenseite der Verkrümmung die Tunica albuginea des Penis an ein bis drei Stellen gerafft, so dass die Verkrümmung durch eine Verkürzung der Gegenseite ausgeglichen wird. In extrem seltenen Fällen ist bei gleichzeitigem Vorliegen einer nicht-therapierbaren Erektionsschwäche die Implantation einer Penisprothese in Erwägung zu ziehen.

Das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das natürlicherweise ausschließlich in der Prostata produziert wird.

Der PSA-Wert im Blut ist von vielen Faktoren abhängig. Männer mit einer großen Prostata haben meist auch einen höheren PSA-Wert. Durch Kompression oder Entzündung kann der Wert teilweise sehr deutlich erhöht sein. Ein alleiniger Wert ist deshalb nicht sehr aussagekräftig.
Die Halbwertszeit im Blut des PSA-Wertes beträgt 2,5-3,5 Tage. Daher sollte eine Woche vor Bestimmung des Wertes auf ausgedehnte Radtouren und Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Mit der Bestimmung der PSA-Dichte unter Berücksichtigung der Beschwerden, des Tastbefundes, des PSA-Wert Verlaufs sowie ggf. des Anteils an freiem PSA, kann die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms bestimmt und die Notwendigkeit einer Prostatabiopsie abgeschätzt werden.

Der Grenzwert von 4,0ng/ml wurde willkürlich nach Auswertung der PSA-Werte bei Männern mit und ohne Prostatakarzinom festgelegt. Bei alleiniger Bestimmung das PSA-Wertes ohne Berücksichtigung des Prostatavolumens und Tastbefundes würden insbesondere bei jüngeren Männern mit kleiner Drüse einige Karzinome im Frühstadium übersehen, sowie sehr viele Patienten ohne Krebs erheblich verunsichert bzw. viele unnötige Prostatabiopsien durchgeführt. Das ist der Grund, warum die Bestimmung des PSA-Wertes in der Literatur so kontrovers diskutiert wird.

Ein erhöhter PSA Wert bedeutet also nicht in jedem Fall das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung. Ohne den PSA-Wert kann das Prostatakarzinom nicht im Frühstadium erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

Daher ist die Bestimmung des PSA-Wertes so wichtig für die Vorsorge. Wie oft das PSA bestimmt werden sollte, ist abhängig vom Wert.


Eine ausführliche Beschreibung über das prostataspezifische Antigen finden Sie bei Wikipedia.

Seit der Erfindung der "Pille" ist Verhütung meist Frauensache. Für den Mann gibt es nur das Kondom als relativ sichere Verhütungsmethode, die vor Krankheiten schützen kann.

Ist die Familienplanung abgeschlossen, gibt es eine Alternative: die Vasektomie bzw. Sterilisation beim Mann. Eine sehr einfache und fast nebenwirkungsfreie Methode. Sie bietet eine sichere Möglichkeit unbeschwert auch weiterhin „aktiv“ zu sein, ganz ohne Hormone.

Die Vasektomie (Unterbindung des Samenleiter), auch Sterilisation des Mannes genannt, ist eine Methode der permanenten Empfängnisverhütung, das heißt sie ist in der Regel - wie ein Tattoo - nicht ohne Aufwand wieder rückgängig zu machen. Bei richtiger Durchführung und Nachsorge ist die Vasektomie eine nebenwirkungsarme und verlässliche Methode.

Die Voraussetzungen für die Sterilisation des Mannes sind gegeben, wenn kein weiterer Kinderwunsch besteht und wenn es der Wunsch des Mannes ist. 
Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Der Eingriff ist nicht teurer als das Einsetzen einer Spirale bei der Frau. Allerdings muss die Spirale nach fünf Jahre gewechselt werden, setzt sie Hormone frei und reizt die Gebärmutterschleimhaut. Die Spirale ist weniger sicher, dafür jederzeit entfernbar.

Vor der Vasektomie sind eine genaue Untersuchung und ein Gespräch mit schriftlicher Aufklärung notwendig.

Die „no scalpel-vasectomy“ ist ein sehr schonendes Verfahren zur Sterilisation des Mannes. Die Methode stellt die modernste Art der Samenleiterdurchtrennung dar. Die Vasektomie wird in meiner Praxis nach der „No scalpel“ Methode in lokaler Betäubung durchgeführt, d.h. der Patient kann nach dem Eingriff wieder nach Hause fahren und am nächsten Tag arbeiten gehen.

Unmittelbar nach dem Eingriff ist der Mann für eine gewisse Zeit noch fruchtbar, da die Samenblasen als Speicher der Spermien noch gefüllt sind. Dieser Speicher ist nach 6-10 Samenergüssen geleert. Deshalb erfolgt nach 3 Wochen eine Kontrolle des Spermiogramms. Danach ist der Mann nicht mehr zeugungsfähig. Um ganz sicher zu gehen werden Kontrollen nach 6 und 12 Monaten empfohlen.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass das Risiko für Prostatakrebs durch die Vasektomie gesteigert würde. Abgesehene von dem fehlenden physiologischen Zusammenhang widerlegen wissenschaftliche Daten die These. (Cox B, Sneyd MJ, Paul C, et al. JAMA. 2002;287:3110–3115 ; Metaanalyse Shang et al. 2015 )

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Manche haben keine Beschwerden und kommen nur zur Vorsorge bzw. werden oft von ihren Frauen dazu geschickt.

Blut im Urin kann viele Ursachen haben. Das kann ein Harnwegsinfekt sein oder eine Prostataentzündung, ein Stein, ein überdosierter Blutverdünner oder auch manchmal eine Geschwulst in der Blase

. Meistens kann eine Urinuntersuchung und eine einfache Ultraschall-Untersuchung rasch Klarheit bringen.

Häufiger Harndrang mt und ohne Urinverlust (Inkontinenz) kann viele Ursachen haben. Lesen Sie weiter im Artikel "Neuro-Urologie"

Probleme mit der Gliedsteife haben viele Männer.

Hormonstörungen fallen auf durch Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Blässe, Gewichtszuname und nicht zuletzt durch Nachlassende Gliedsteife.

Unerfüller Kinderwunsch kann auch die Ursache bei den Männern haben.

Ist die Familienplanung allerdings abgeschlossen kann eine Sterilisation erwogen werden.

Im Vergleich der Bundesländer sind laut einer kürzlich veröffentlichen Studie die Menschen in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt etwas dicker. übergewicht geht oft einher mit erhöhtem Blutdruck (Hypertonie), Störungen im Zuckerstoffwechsel (Diabetes mellitus) und Fettstoffwechsel (Hyperlipidämie, Hypercholesterinämie). Dieser Zusammenhang wird als „metabolisches Syndrom“ bezeichnet und wird in den westlichen Industrienationen immer häufiger und auch bei Kindern beobachtet. Als Maß für das übergewicht wird üblicherweise der BMI (body mass index) herangezogen, der von Größe und Gewicht abhängt. Danach würde z.B. der Olympiasieger Michael Steiner mit 183cm und 105kg mit einem BMI von 31kg/m? als adipös gelten. Daher gilt als Maß des übergewichts der Bauchumfang in cm.
 Das metabolische Syndrom ist ein Risikofaktor für Gefäßverkalkung und Herzerkrankungen.

Bei dickem Bauch lohnt sich nicht nur der Blick auf die Waage, sondern auch auf den Testosteron-Spiegel
Das Testosteron ist ein wichtiges Regelungshormon im männlichen Körper und hat Einfluß auf Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale (Behaarung, Penis, Hoden, Vorsteherdrüse), Blutbildung, Knochenbau, Muskulatur- und Fettbildung, Haut, Stimmung, Aktivität sowie Lust am Sex (Libido) und Erektionsfähigkeit.

Ein Mangel an männlichem Hormon (Testosteron) erhöht das Risiko für ein metabolisches Syndrom. Umgekehrt scheint das metabolische Syndrom den Testosteronmangel zu fördern. Bei Männern mit hohem Bauchfettanteil oder Typ-2-Diabetes sollte daher ein Testosteronmangel abgeklärt werden..

Niedrige Testosteronwerte gehen oft einem metabolischen Syndrom und Typ-2-Diabetes voraus. Ein Mangel an männlichem Hormon betrifft also nicht nur die Libido. In Finnland etwa entwickelten Männer, die in einer Studie elf Jahre lang beobachtet wurden und niedrig-normale Testosteron-Werte hatten, auffallend oft ein metabolisches Syndrom. In anderen Studien wurde Diabetes mellitus um so häufiger notiert, je niedriger der Hormonspiegel war.

Kürzeres und schlechteres Leben bei Testosteronmangel
Der Mangel an Testosteron ist zudem mit erhöhter Sterblichkeit verknüpft. Das belegen Daten einer Studie mit etwa 800 Männern, die 18 Jahre hinweg beobachtet wurden. 583 starben in dieser Zeit. Die Sterberate bei den Männern, die zu Beginn einen verringerten Testosteron-Spiegel (unter 9 nmol/l) hatten, war um 40% höher als bei Männern mit normalen Testosteron-Werten.
Auffallend war auch, dass viele der Männer mit niedrigen Testosteron-Werten zugleich einen erhöhten Bauchumfang (ein Maß für das besonders die Gefäßverkalkung begünstigende Bauchfett) und ein metabolisches Syndrom hatten - und zwar dreimal häufiger als Männer mit normalen Werten.

An Testosteronmangel denken
Man sollte auch dann an einen Testosteronmangel denken, wenn ein Bauchumfang von mindestens 94 cm mit einem schmalen Körper bei normalem Body-Mass-Index (BMI) unter 25 kg/m? einhergeht: Dieser Typ Mann hat am wenigsten Testosteron. Männer mit einem hohen BMI und einem geringen Bauchumfang dagegen haben mehr Muskulatur und die höchsten Werte.

Wenn das Gesamttestosteron im Serum verringert ist und Symptome auftreten, kann substituiert werden. Das betrifft bis zu 23 Prozent der Männer zwischen 48 und 79 Jahren. Einigkeit über den Grenzwert herrscht aber nicht: Er variiere in Europa zwischen 8 und 12 nmol/l und liege in Frankreich sogar bei 7,5 nmol/l. Wobei eine Standortabhängigkeit zweifelhaft ist. Immerhin plädieren mehrere Leitlinien für die Hormongabe, wenn der Wert zweimal unter 8 nmol/l liegt. Wichtig bei der Bestimmung ist auch der Untersuchungszeitpunkt, da der Testosteronspiegel erheblichen tageszeitlichen Schwankungen unterliegt.

Wann kann man von Testosteronmangel sprechen?
Bleibt die Frage nach der Aussagekraft der Messwerte. Denn die individuellen Unterschiede sind groß. Und sinkende Spiegel bei älteren Männern führen nicht immer zu einem Testosteron-Mangel: Mancher 70-Jährige hat höhere Werte als viele Junge. Ein Rückschluss auf das Niveau in jungen Jahren ist jedoch nicht möglich: Ein niedrig-normaler Wert etwa kann früher hoch gewesen und stark gefallen sein. Kann ein starker Abfall starke Symptome auslösen? Oder war der Spiegel nie besonders hoch?
 
Für die Therapieentscheidung solle deshalb auf die Symptome geachtet werden. Sie sind unter 8 nmol/l praktisch immer zu erwarten. Bei Beschwerden ist ein Therapieversuch auch ab 12 nmol/l gerechtfertigt. Immer öfter wird zudem empfohlen, schon ab 15 nmol/l zu handeln, wenn Symptome vorliegen.

Haben Sie einen Testosteronmangel?

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Testosteronmangel sollte behandelt werden.
Eine Behandlung mit Testosteron bei Hormonmangel hat eine Wirkung auf den gesamten Körper. In einer Studie mit 108 Männern ab 65 Jahren mit Testosteronmangel ging unter Behandlung die Gesamtfettmasse zurück, die Muskelmasse stieg, die Blutfettwerte normalisierten sich, der Bauchumfang schrumpfte sichtbar, die Stimmung und die Aktivität verbesserten sich erheblich und nebenbei kam es auch zu einer verbesserten Libido und einer Verbesserung der Potenz. Der Effekt auf den Stoffwechsel scheint dosisabhängig zu sein und erklärt den Einfluss auf die Insulinempfindlichkeit. Noch weiter reichen Ergebnisse einer Cross-over-Studie mit 24 Typ-2-Diabetikern mit Testosteronmangel. Sie erhielten drei Monate lang Testosteron oder ein wirkungsloses Medikament (Placebo). Im Vergleich zu Placebo sanken unter Testosteron Insulinresistenz, HbA1c, Nüchternblutzucker und Bauchumfang. Alle Unterschiede waren signifikant.

Die Behandlung erfolgt heutzutage in der Regel mit einem Gel, welches täglich aufgetragen wird oder mit einer 3-Monats Spritze. Die Kosten der Therapie werden von der Krankenkasse getragen.

Kein erhöhtes Krebsrisiko durch die Behandlung
Die Behandlung mit weiblichen Hormonen bei Frauen nach der Menopause hat zu einem erhöhten Auftreten von speziellen Tumorerkankungen bei der Frau geführt. Dies hat eine intensive Suche nach erhöhten Tumorerkrankungen bei Männern unter Hormonbehandlung geführt. In der oben genannten Studie über 18 Jahren konnte auch über diesen langen Zeitraum kein erhöhtes Tumorrisiko festgestellt werden. Unter Behandlung kommt es nur zu einem geringen relativen Wachstum der Vorsteherdrüse wobei Patienten mit Hormonmangel in der Regel eine deutlich verkleinerte Drüse haben. Es kann allerdings zu einem „erwachen“ von „schlummernden“ Prostata-Krebs kommen, weshalb der PSA-Wert, ein Tumormarker, regelmäßig kontrolliert werden sollte.

Der erste Schritt ist, mit Ihrem Arzt zu sprechen und sich bei einem Spezialisten mit Zusatzbezeichnung „Androloge“ untersuchen zu lassen.

Häufiger Harndrang ist ein häufiges und relativ unspezifisches Symptom und kann viele Ursachen haben:

  • Die Prostata ist die häufigste Ursache der männlichen Blasenentleerungsstörung im Alter.
  • Beschwerden beim Wasserlassen können aber auch durch eine Störung der Nerven im Rückenmark kommen, die dazu führt, dass die Blase keine Kraft mehr hat oder der Blasenmuskel ungehemmt gegen den Schließmuskel arbeitet.
  • Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Multiple Sklerose gehen sehr oft einher mit Harndrang und Entleerungsstörung.
  • Harnwegsinfektionen sind bei Frauen häufig.
  • Seltener kann ein Blasentumor oder eine Polyp der Harnröhre Beschwerden machen.
  • Eine spezielle Form der Blasenentzündung ist die Chronische Interstitielle Cystitis.
  • Entzündungen der Prostata oder Harnröhre
  • Diabetes mellitus (zu Deutsch "honigsüßer Harzfluss") oder Diabetes Insipidus (Fehlsteuerung der Nieren, die zu einem massiven Ausscheiden von Flüssigkeit und sehr verdünntem Urin führt)
  • übermäßige Flüssigkeitszufuhr

Symptome: 

Gemeinsam ist für alle diese Erkrankungen der häufige Harndrang, teilweise mit unkontrolliertem Harnverlust.

Die meisten Patienten müssen nachts mehrmals Wasserlassen gehen und richten sich ihren Tagesablauf nach den Blase aus. Viele Patienten kennen alle zugänglichen Toiletten in der Stadt oder ziehen sich aus Angst und Scham immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Meist ist es ein schleichender Prozess und wird von vielen Patienten als "altersbedingt" angesehen.

Rückenbeschwerden können ein Hinweis sein für eine nervliche Ursache der Beschwerden.

Diagnostik:

- Anamnese bzw. Fragebogen zur Erfassung der Symptome,
- körperliche Untersuchung mit digital-rektaler Untersuchung,
- Miktionsprotokoll
- Bestimmung des PSA-Wertes zum Ausschluss einer bösartigen Prostataveränderung
- Ultraschall zur Bestimmung der Blasenbeschaffenheit (Blasenwanddicke, Aussackungen, Restharn) und Prostatagröße,
- Blasenspiegelung zum Ausschluss einer Harnröhrenenge, exakten Beurteilung der Blasenwand und Abfluss Behinderung durch die Prostata,
- Harnstrahlmessung (Uroflow) und anschließender
- Bestimmung des Restharns in der Blase mittels Ultraschall.

In einigen Fällen kann eine Blasendruckmessung (Urodynamik) erforderlich sein, um die Ursache oder den Ausmaß der Störung exakt zu bestimmen und die Therapie festzulegen.

Therapie:
Die Therapie wird entsprechend der Ursache individuell auf den Patienten zugeschnitten und regelmäßig angepasst.

In erster Linie werden Medikamente eingesetzt, sogenannte Anticholinergika bzw. Spasmolytika. Es gibt eine ganze Palette von verschiedenen Wirkstoffen und Darreichungsformen mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen.
Die häufigsten Nebenwirkungen bei jedem 4.-5. Patienten sind Mundtrockenheit und Verstopfung. Insbesondere Patienten mit M. Parkinson sind aufgrund der Kreuzreaktion mit Levodopa davon betroffen.

Bei nicht ausreichender Wirkung oder erheblichen Nebenwirkungen der Anticholinergika kann Botox eingesetzt werden.

Urothelkarzinom der Harnblase

3,5% aller bösartigen Tumoren sind Harnblasenkarzinome (bei Männern 4,8%). In etwa 90-95% handelt es sich um ein Urothelkarzinom. 70% der Patienten kommen initial mit einem oberflächlichen Tumor (Ta, Tis, T1) zur Untersuchung, während 30% bei Diagnosestellung einen bereits in die Muskulatur vorgewachsenen (T2-T4) Tumor haben.
Da das oberflächliche Blasenkarzinom überwiegend organerhaltend behandelt wird und eine Metastasierung selten ist, steht die Diagnostik des lokalen Tumors im Vordergrund. Anders verhält es sich bei muskelinvasiven Tumoren: hier ist die Frage der Organüberschreitung und Metastasierung für den Behandlungsplan von Bedeutung. Die typischen Symptome für das Harnblasenkarzinom sind die schmerzlose Makrohämaturie oder, wenn auch seltener, eine irritative Miktion. Als Risikofaktoren sind neben Tabakkonsum verschiedene Chemikalien bekannt.

Diagnostik

Die Diagnostik und Therapie besteht in der transurethralen Resektion (TUR-B). Zusätzlich sind Sonographie und Urinzytologie erforderlich sowie ein i.v. Urogramm zum Ausschluß von Tumoren der oberen Harnwege. In einigen Fällen sind zusätzlich eine Computertomographie (CT) oder retrograde Ureteropyelographie (UPG) erforderlich.

Möglichst frühzeitig nach OP-Ende wird ein Chemotherapeutikum (20 mg Mitomycin-C) in die Harnblase gespritzt, um ein Anwachsen von möglicherweise umherschwimmenden Tumorzellen zu vermeidern. Dadurch kann die Häufigkeit von erneutem Auftreten des Blasentumors gesenkt werden.
Die Urinzytologie und Zystoskopie sind in der Nachsorge zur frühzeitigen Erkennung von Rezidiven notwendig.

Stadiengerechte Therapie des Harnblasentumors

(nach vorangegangener TUR-B)
Stadien pTa G1 / G2: 1/4-jährliche zystoskopische Kontrollen.
Stadium pTCis: 6 malige BCG-Instillation 4 Wochen nach TUR, 4 Wochen nach Abschluß der Instillation Mapping der Harnblase, falls tumorfrei 1/4-jährliche zystoskopische Kontrollen; falls weiterhin Nachweis von Cis 2. Zyklus BCG (6 x)
Stadien pTa G3, pT1 G1 / G2
Nachresektion ab dem 7. postoperativen Tag, falls tumorfrei anschließend BCG -Instillation wie oben. Bei unilokulärem Befund kein weiteres Mapping erforderlich.

Stadium pT1 G3
Bei komplett resezierbarem Erstbefund Nachresektion ab dem 7. postoperativen Tag, falls tumorfrei BCG-Prophylaxe wie oben. Bei Rezidiv oder makroskopisch nicht resezierbarem Befund (R2): radikale Zystektomie.

Stadien > pT1 G3
Radikale Zystektomie, ggf. alternativ Radiochemotherapie.
Bei Hochrisiko-Patienten LK-positiv oder Stadium pT3 / pT4: Chemotherapie adjuvant oder neoadjuvant (z.B.: Enfortumab Vendotin/Pembrolizumab oder Gemzar/Cisplatin). Ggf. palliative TUR-B oder Zystektomie.

BCG-Prophylaxe (6 malige Gabe)
pTa-Rezidive, pT1-Karzinome, Carcinoma in situ
BCG-Erhaltungstherapie: über eine Dauer von 3 Jahren vierteljährlich, jeweils 3 Gaben (1x / Woche) bei pT1 G3 bzw. pTa G3 + Cis.
Alternativ kann Gemcitabine instilliert werden.

Therapie des invasiven Blasentumors
Die Therapie des muskelinvasiven Blasentumor bei nachgewiesenem Ausschluss von Absiedelungen besteht in der Regel in der radikalen Entfernung der Harnblase. Beim Mann wird dabei die Prostata, bei der Frau werden die Gebährmutter und Ovarien sowie ein Teil der Vagina entfernt. Zur Harnableitung stehen sehr verschiedene Möglichkeiten bereit, die jeweils für den einzelnen Patienten abgewogen werden müssen.
Ein männlicher Patient in gutem Allgemeinzustand kann von einer Neoblase profitieren, ein älterer Herr kommt evtl. mit einer nassen Ableitung (Conduit) besser zurecht. Viele Frauen werden mit einem trockenen Pouch versorgt und müssen mehrfach täglich den Pouch über einen dünnen Katheter entleeren.

Ihr Auto hat Airbag und ABS. Und wie sorgen Sie vor?

Die Vorsorgeuntersuchung beim Mann wird von den gesetzlichen Krankenkassen ab einem Alter von 45 Jahren empfohlen und sollte jährlich durchgeführt werden.

Es ist bewiesen, dass Männer, die regelmäßig zur Vorsorge gehen, im Schnitt etwa zwei Jahre länger leben. Trotzdem gehen nur 20-25% aller Männer zur Vorsorge. Auch Nichtraucher werden erheblich älter und haben eine höhere Lebensqualität im Alter. Am besten ist natürlich die Kombination aus beidem!

Die Vorsorge beinhaltet Anamnese, körperliche Untersuchung mit Tasten der Hoden sowie Urin und Blutuntersuchung.
Zusätzlich sind Ultraschall der Nieren, Blase und Prostata und Bestimmung des PSA-Wertes sinnvoll.
Die Tastuntersuchung der Prostata erfolgt nur bei Beschwerden oder auffälligem PSA-Wert.

10 Minuten im Jahr, die Sie sich wert sein sollten!

Alle 2 Jahre sollte auch beim Hausarzt ein Gesundheitscheck durchgeführt werden.

Ab dem 50. Lebensjahr wird die jährliche Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl (iFOBT-Test) sowie ab dem 55. Lebensjahr alle 5-10 Jahre eine Darmspiegelung empfohlen. Unter Einnahme von einem Blutverdünner (ASS) steigt die Sensitivität des Hämokkult-Testes, d.h. weniger Tumore werden übersehen.

Ab 65 wird von den Krankenkassen einmalig die Ultraschalluntersuchung auf Vorliegen eines infrarenalem Aortenaneurysma angeboten, die bei uns regelmäßig mit durchgeführt wird. Das Aortenaneurysma ist besonders tückisch, da es oft jahrelang unbemerkt wächst und plötzlich einreißen und unmittelbar tödlich sein kann.

Darüberhinaus sollten entsprechend dem jeweiligen Risiko evtl. weitere Untersuchungen erfolgen. So sollten z.B. langjährige Raucher über 50 ihre Lunge röntgen und Blase untersuchen lassen. Wir bieten zum Ausschluß eines Blasentumors neben dem Ultraschall und Urinstix auch den BTA-Stat Test an.

Bei vielen Männern kommt es mit dem Alter zu einem nachlassendem männlichem Hormon (Testosteron) mit Müdigkeit, nachlassender Muskelbildung und Potenz.
Zur Bildung und Erhalt der Knochen benötigt der Körper Vitamin-D. Das Vitamin kann in der Haut gebildet werden, benötigt allerdings dazu ausreichend UV-Strahlung. Daher ist ein Vitamin-D-Mangel in unseren Breitengraden, insbesondere in den Wintermonaten sehr verbreitet!
Auf Wunsch können wir die Werte für Sie bestimmen.

Viele Erkrankungen kommen in Familien gehäuft vor und sollten gezielt untersucht werden, daher ist die Anamnese so wichtig.

Für einen Termin zur Krebsvorsorge wählen sie bitte 2 Termine: erst einen Termin zur Urinabgabe und Blutabnahme (PSA) und danach einen Arzttermin zur Untersuchung. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie mehr als nur den PSA-Wert bestimmen lassen möchten!

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